Wracktauchen

Der Höhepunkt von Tauchreisen ist häufig das Betauchen eines Wracks. Schon das Wort Wracktauchen lässt eine leichte Gänsehaut entstehen, denn es steckt hinter jedem Wrack, versunken auf dem Grund des Meeres, eine Geschichte, spannend und doch oft auch tragisch. Kein Film, kein Buch und keine Zeitschrift können die Tauchbilder ersetzen, welche man vor Ort vorfindet. Ein Wrack ist immer auch Lebensraum für Fische, Krabben, Korallen und weiteren Meerbewohnern. Erst bei nahem Herantauchen und im Schein einer Lampe, entdeckt man die atemberaubenden Farben, welche die Fantasie beflügeln.

schiffswrack

Wie das Tauchen selbst, birgt besonders das Wracktauchen verschiedene Risiken. Vor jeder Expedition sollte deshalb ein Spezialkurs absolviert werden. Dabei werden spezielle Kenntnisse und Fertigkeiten erlernt, welche im Notfall lebensrettend sein können. Beispielsweise wird besonders darauf eingegangen, wie man sich verhält, wenn man sich in Seilen, oder Gegenständen verheddert. Hier ist das oberste Gebot, nicht in Panik auszubrechen. Und wie schön und faszinierend auch die Unterwasserwelt ist, der Taucher sollte immer beachten, dass ein Open Water Diver maximal 18 Meter tief tauchen darf. Da die meisten Schiffswracks tiefer liegen, sollte ein Advanced Owd-Kurs Voraussetzung sein. Grundgesetz für jeden Tauchgang ist auch hier die 3-L-Regel (Licht, Luft, Leine).

Beim Wracktauchen wird das Wrack mit einem Boot angefahren. Ein Sinker, welcher mit einer Signalboje markiert ist, wird zu Wasser gelassen, dieser kann auch am Wrack befestigt werden, damit ihn die Strömung nicht mitreißt.

Interessante Tauchreviere für einen Tauchurlaub gibt es in fast allen Meeresregionen. Ob künstliche Riffe, oder spektakuläre Schiffswracks, wie die Andrea Doria, die Lustitania oder dem ganzen Schiff-Friedhof Scapa Flow Chuuk.