Höhlentauchen oder Cave Diving

Das Höhlentauchen gehört zu den besonderen Herausforderungen des Tauchsports, denn ein Höhlentaucher bekommt Orte und Umgebungen zu sehen, die meist unterhalb der Meeresoberfläche liegen oder zumindest nur über das Meer oder ein andere Gewässer zugänglich sind und die anderen Menschen für immer verborgen bleiben. Das Höhlentauchen birgt allerdings enorme Sicherheitsrisiken und sollte grundsätzlich nur in einer Gruppe mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen durchgeführt werden. Außerdem sollten Höhlentaucher vor ihrem ersten Tauchgang in einer Höhle ein entsprechendes Spezialtraining absolviert haben.

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Entsprechend der Risikoeinschätzung werden drei Formen des Höhlentauchens unterschieden. Wer in Grotten taucht, eine Tauchtiefe von 20m nicht überschreitet und jederzeit im Lichteinfallbereich bleibt, gehört zu den Cave Divern. Ein Basic Cave Diver dagegen begibt sich auch in Höhlenzonen, in denen absolute Dunkelheit herrscht. Ein Sporttaucher braucht dafür eine spezielle Ausrüstung und ein Zusatztraining. Am schwierigsten und gefährlichsten ist das Höhlentauchen, das Full Cave Diver praktizieren. Sie dringen tief in Höhlengänge ein, in denen kein Tageslicht mehr herrscht, und erreichen dabei eine Wassertiefe von bis zu 40m. Wer diese schwierige so genannte Zone 3 betaucht, benötigt dafür ein spezielles Pressluftgemisch und eine Spezialausrüstung. Der Tauchschein des Tauchers muss mit einem Cave Diver Brevet ergänzt werden.

Spannende Höhlentauchreviere befinden sich auf der ganzen Welt. In Deutschland lässt sich Höhlentauchen beispielsweise in stillgelegten unter Wasser stehenden Bergwerken praktizieren. In der Schwäbischen Alp lassen sich eine Reihe natürlicher Höhlen betauchen. Exzellente Höhlentauchplätze kann ein ausgebildeter Taucher auch an den französischen, griechischen und türkischen Mittelmeerküsten erkunden. Zu den weltweit begehrtesten Cavediving Resorts gehören die Unterwasserhöhlen in Mexiko an der Riviera Maya.