Die Dekompressionskrankheit oder der Deko-Unfall
Beim Sporttauchen kann es bei zu schnellem Auftauchen zur sogenannten Dekompressionskrankheit kommen. Je tiefer und länger jeweils getaucht wird, desto stärker kommt es im Wasser zu einer Stickstoffsättigung des Körpers. Beim Aufstieg muss dieser Stickstoff langsam wieder abgeatmet werden. Unter Umständen müssen Dekompressionspausen eingelegt werden, da einige Gewebeteile für die Stickstoffabatmung einige Zeit benötigen. Bei zu schnellem Auftauchen kann der Stickstoff im Gewebe nicht mehr vollständig abgeatmet werden, es kommt zur Bildung von Stickstoffbläschen, ähnlich wie in einer Sprudelflasche. Diese Bläschen können das Gewebe entweder direkt schädigen, oder indirekt, indem sie einen Sauerstoffmangel im Körper verursachen.
Als Symptome treten meist ein starker Juckreiz, Kribbeln und Unwohlsein auf. Falls in schlimmeren Fällen das Gehirn bereits mit betroffen ist, kann dies zu Lähmungen, Krämpfen und Bewusstlosigkeit und akuter Lebensgefahr führen. Die Zufuhr von 100%-Sauerstoff in einer Dekompressionskammer muss dann umgehend als lebensrettende Maßnahme erfolgen.
Dekompressionstabellen und Tauchcomputer bieten mittlerweile die Möglichkeit, beim tauchen die korrekten Auftauchzeiten zu errechnen. Dennoch können Dekompressionsunfälle auch bei Einhaltung der berechneten Zeiten nicht ganz ausgeschlossen werden. Nullzeittabellen bieten im Grunde genommen nur erste Richtwerte, die aber noch an die Umgebungsumstände der jeweiligen Tauchsituation angepasst werden müssen. Verschiedene zusätzliche Risikofaktoren müssen berücksichtigt werden. Gesundheitliche Defizite, wie mangelnde Fitness, Übergewicht oder Alkoholkonsum beeinflussen die Berechnungen. Zu wenig Flüssigkeit im Körper kann ebenso Auswirkungen haben, wie z.B. eine zu niedrige Wassertemperatur oder aber auch übermäßige Anstrengung im Wasser. All dies muss in die Berechnungen der Auftauchzeit mit ein fließen, um ein sicheres Auftauchen zu gewährleisten und Dekompressionsunfälle zu verhindern.

